5. September 2009
Das Bankensystem
Die Bank gewinnt immer, ist ein alter Spruch, den jeder Schüler und Student des Öfteren hört, wenn er in einem Rechnungswesen- oder Buchhaltungsseminars sitzt. Vielleicht werden diese selbst einmal zu Managern oder wichtigen Funktionären in nationalen Banken. Bis die Finanzkrise mehrere große amerikanische Banken in die Knie zwang, galt dieser Spruch auch noch als Non plus Ultra. Dass die Bank bei ihren Geschäften weit besser abschneidet und der Bankkunde nicht selten den Kürzeren zieht, ist nach wie vor so. Vor allem bei den Zinsen ist das zu beobachten. Ein Sparbuch ist heute keine gute Anlage mehr, denn der Zinssatz ist nicht höher als 1,5 Prozent. Die Banken haben ihre Verluste eben an die Kunden weitergegeben. Natürlich wurden auch die Kreditzinsen gesenkt, aber eben nicht in dem Maß, wie die Sparzinsen gesunken sind. Damit bleibt noch immer eine gewaltige Gewinnspanne für die Bank.
Was sich aber wesentlich verändert hat, ist das Vertrauen der Bevölkerung in das Finanzsystem und die Banken. Hat man einen größeren Betrag zuhause, ist es ratsam zu überlegen, ob man überhaupt ein Sparbuch eröffnen sollte oder die Summe doch vorübergehend auf das Konto legen sollte. Die Methode, das Geld zuhause zu verstecken oder es unter das Kopfkissen zu geben, ist dabei weniger ratsam. Denn niemand kann einem versichern, dass beim nächsten Einbruch das Ganze nicht weg ist. Da hat natürlich die Bank wieder einen Vorteil, da es eine Einlagensicherung gibt, die auch noch sehr hohe Beträge abdeckt. Vor allem am Anfang der Finanzkrise fürchteten sich viele Menschen um ihre Ersparnisse. Nach und nach hoben aber alle Banken ihre Sicherung um einige Zehntausende Euro pro Person hinauf. Dann war man wieder beruhigt und das Sparen, zwar mit niedrigen Zinsen aber doch, konnte weitergehen. Irgendwann werden ja auch wieder die Zinsen steigen.